Dienstag, 17. Oktober 2017

Moods of Autumn (Wenn Nebel und Sonne sich begrüssen)

Nachdem ich euch gesten gezeigt habe, wie für mich ein perfekter Herbsttag beginnt (*click*), kommt hier Teil zwei.
Der Moment, in dem die Sonne auf den Nebel trifft und erste Strahlen durch das dichte Weiss schickt.
In diesem Moment weiss man: Man darf mit der Sonne rechnen. 🌞
Auch dazu gibt es ein passendes Gedicht, nämlich von Herrn Mörike, und ich glaube, jeder kennt es.
 Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen,
bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fliessen.
Schöner kann man es nicht ausdrücken, oder?
 
Pilze gab es auch auf diesem Spaziergang zu sehen, aber die märchenhaften Fliegenpilze von hier (*click*) waren alle verschwunden.
Der Spaziergang war einfach nur wunderschön, man kann jetzt richtig mit den Füssen in den Blättern rascheln, es riecht überall nach Herbst und trotzdem hat die Sonne noch genug Kraft, um  angenehm zu wärmen.
Kurz vor unserem Daheim durften wir dann noch durch diesen herrlich-herbstlichen Durchgang aus Bäumen spazieren, sozusagen als krönender Abschluss:
Es ist ja immer etwas schwierig, die Stimmung auf einem Foto festzuhalten, und ihr könnt mir glauben: In Echt war es noch viel schöner.
 
Daheim gab es dann als kleine Stärkung etwas Warmes und etwas Süsses.
Die Tassenuntersetzer habe ich als Geschenk gehäkelt, ich hoffe, sie werden gefallen.
Die Zwischenverpflegung war auf jeden Fall sehr lecker.
😋
Und natürlich gibt es morgen hier Teil 3 eines perfekten Herbsttages zu sehen.

Bis dahin: Habt einen gemütlichen Abend!

Liebe Grüsse,
Nadia

Montag, 16. Oktober 2017

Moods of Autumn (Herbstmorgen)

Im Moment ist es bei uns so, dass wir beim Aufstehen am Morgen von dickem Nebel empfangen werden. Schön.
Ja, ich finde das wirklich schön, so gemütlich, ruhig und friedlich. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Zeit, wenn die Welt wieder friedlich unter einer dicken Schneedecke ruht.
Beim Blick aus dem Fenster sieht es aus, als ob man allein auf der Welt wäre, in flauschige Wolken eingepackt.
Und wenn man dann nach draussen geht, kann man entzückt entdecken, dass Nebel und Spinnen eine magische Verbindung eingegangen sind und für uns Menschen gezaubert haben.
Überall haben die Spinnen ihre Netze gewebt und der Nebel hat kleine, vergängliche Diamanten darauf platziert, um das Kunstwerk komplett zu machen. Manchmal sind die Tropfen sogar so platziert, dass sie ein bisschen aussehen wie eine Spinne in der Mitte ihres Netzes... Seht ihr das auch?
Auch Wilhelm Busch hat damals den Zauber der Spinnennetze erkannt und sogar ein Gedicht darüber geschrieben:

Der schöne Sommer ging von hinnen,
der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
so manches feine Festgewand.
Sie weben zu des Tages Feier
mit kunstgeübtem Hinterbein
ganz allerliebste Elfenschleier
als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.
Ja tausend Silberfäden geben
dem Winde sie zum leichten Spiel,
die ziehen sanft dahin und schweben
ans unbewusst bestimmte Ziel.
So ziehen in das Wunderländchen,
wo Liebe scheu im Anbeginn,
und leid verknüpft ein zartes Bändchen
den Schäfer mit der Schäferin.

Ein Bild von Schäfer und Schäferin habe ich leider nicht, dafür aber von zwei anderen Verliebten:
 
😚
Wobei Shiva da nur mässig begeistert von Diegos Zudringlichkeiten war. Aber sie lässt sich von ihm wirklich (fast) alles bieten.

Aber wechseln wir nochmals in den Herbstgarten, wo nicht nur Spinnweben mit Glitzertropfen geschmückt werden, sondern auch die Rosen,
der wilde Wein
und die Blätter der Taybeere.
Und morgen zeige ich euch, wie ein perfekter Herbsttag weitergeht. Bis dahin: Habt einen gemütlichen Abend!

Liebe Grüsse,
Nadia
😴😴😴

Montag, 9. Oktober 2017

Es wird gemütlich

Wie ich diese Jahreszeit liebe! Ich bin ja nicht so der Sommertyp und darum ehrlich gesagt immer froh, wenn die Hitze des Sommers ein Ende findet. Ich mag es, wieder mehr Zeit im Haus zu verbringen, ein Feuer im Ofen zu machen, lange Abende daheim mit Handarbeiten, guten Büchern und schnurrigen Katzen... Herrlich!
In der vergangenen Woche habe ich tatsächlich schon das erste Weihnachtsgeschenk gestrickt: Socken für meinen Vater.
Und ich habe gelesen. Einen Krimi, aber einen so lustigen, wie ich ihn noch nie vorher in die Finger bekommen habe:
von Ella Dälken
Verlag: Heyne

Paula Pongs, Kriminalhauptkommissarin, und ihr kuchenbackender Kollege Walter werden von einem Mord im Schrebergarten auf Trab gehalten. Und von Paulas Mutter Renate, die sich Cosma Pongs nennt, leidenschaftliche Krimiautorin ist, sich ungefragt und unerlaubt in Paulas Ermittlungen einmischt - und die die Leiche gefunden hat. Doch nicht nur in die Ermittlungen bringt sich Cosma penetrant ein, auch Paulas Privat- und Liebesleben ist nicht vor der Mutter sicher: Auf sehr offensichtliche und peinliche Art und versucht Cosma, Paula mit dem Gerichtsmediziner zu verkuppeln.

Für schräge Unterhaltung sorgen auch Cosmas skurrile WG-Mitbewohner, zu denen auch der alkoholsüchtige Kater Alfred gehört, die alle auf ihre Art speziell sind, ihre Macken haben und mit Cosma zusammen in dem Schrebergarten-Mordfall ermitteln.

Paula ist eigentlich viel mehr damit beschäftigt, ihre immer präsente Mutter abzuwehren, Platzverweise gegen sie auszusprechen oder sie gar mit Handschellen an einen Zaun zu fesseln, als den Mörder zu suchen. Leider hilft alles nichts: Nicht einmal ein Aufenthalt in der Arrestzelle kann Cosma von weiteren Ermittlungen abhalten. Und so kommt es andauernd zu Verstrickungen und Situationen, die so komisch sind, dass sie mich zum Kichern oder gar zum Lachen gebracht haben.

"Tot überm Zaun" ist der erste Krimi von Ella Dälken und es freut mich sehr, dass er "Band 1" einer Cosma Pongs-Reihe ist. Weitere Abenteuer werden also folgen, und ich freue mich jetzt schon darauf. Schon lange habe ich kein so flüssig-humorvoll geschriebenes Buch mehr gelesen, bei dem sogar alle Protagonisten auf ihre Art total sympathisch sind. Und das Beste: Am Ende nimmt die Geschichte eine völlig unerwartete Wendung. Also: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!

*************

Was ich euch auch schon lange zeigen wollte: Die liebe Nicole hat mich vor einiger Zeit mit Post überrascht - und mit was für welcher! Schaut mal, was sie für mich gemacht hat:
Diego im Bilderrahmen! Ist das nicht allerliebst? Auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank, Nicole! 💕 Als das obige Bild entstanden ist, war Diego noch ganz klein und relativ frisch bei uns. Wie schnell doch die Zeit vergeht... Schaut mal, wie er jetzt aussieht:
Er ist mittlerweile gut sieben Monate alt und schon grösser und schwerer als Indra. Shiva hat er gewichtsmässig (zum Glück 😉) noch nicht überholt, aber was die Schulterhöhe angeht, ist er an ihr vorbeigezogen.
Ich bin so froh, dass die drei sich verstehen - es ist ja nicht selbstverständlich, dass Katzenzusammenführungen gut ausgehen. Vor allem muss ich zugeben, dass Indra schon zickig sein kann.

So, und jetzt verziehe ich mich mit meiner neuen Strickerei aufs Sofa, während er noch ein bisschen Katzenyoga macht.
😄

Habt einen gemütlichen Abend!

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Grimassen schneiden kann er auch:




😲



Montag, 2. Oktober 2017

Im Märchenwald

Jahr für Jahr habe ich mir im Herbst gewünscht, endlich mal ein richtig tolles Fliegenpilzfoto machen zu können.
Gelungen ist es mir leider bisher nie. Aber gestern war der Wald voller Fliegenpilze, als hätten sie sich extra für mich versammelt.
Einer schöner als der andere.
Wie schade, dass man so ein hübsches Kerlchen nicht irgendwie haltbar machen und als Deko nutzen kann!
Habt ihr gewusst, dass der Fliegenpilz in gewissen Kulturen als Rauschmittel verwendet wird? Sibirische Schamanen benutzen ihn offenbar dazu, um mit der spirituellen Welt zu verschmelzen... Aber auch hierzulande scheint es Leute zu geben, die beispielsweise die abgelöste Haut des Pilzes rauchen - zumindest findet man im Internet tatsächlich relativ detaillierte Anleitungen! 😲
Der Verzehr des Fliegenpilzes kann zu Sprachstörungen, Verwirrung, Unruhe, Mattigkeit, Bewegungsstörungen, Krämpfen, Halluzinationen und anderen unschönen Reaktionen führen. Spätfolgen scheinen zum Glück selten zurückzubleiben. Und tödlich wird der Verzehr von Fliegenpilzen erst dann, wenn man 1 Kilogramm frische Pilze zu sich nimmt - das schafft wohl niemand, zumindest sicher nicht versehentlich. 
Diese und weitere interessante Fakten zum Fliegenpilz findet ihr auf Wikipedia.
Ich hab jetzt also meine Fliegenpilzfotos. Was mir noch fehlt, ist, ein Zwerglein zu entdecken. Weil jaaaaaa, in Fliegenpilzen wohnen kleine Zwerglein. Zumindest in manchen.
Glaubt ihr nicht? Ist aber wirklich so:
Quelle: www
😉
Für das nächste Foto bin ich etwas weiter in den Wald hinein, es war fast Dämmerlicht und mit dem Moos und den Fliegenpilzen eine ganz besondere Stimmung, die roten Pilzschirmchen haben richtig geleuchtet. Und seht ihr unten links die kleinen violetten Pilze?
Diese Farbe!
Wieder daheim habe ich dann erst mal die ganzen Waldmitbringsel in Form von Tannennadeln aus meiner Kleidung geschüttelt und dann den Häkelschal von hier fertiggestellt.
Ich finde er ist toll geworden.
Die kühleren Tage können somit kommen. Die Anleitung ist übrigens von hier:
Das Buch habe ich euch vor fast zwei Jahren vorgestellt (*click*) und bin immer noch ganz angetan davon. Mittlerweile sind schon mehrere solcher Schals entstanden, weil das Muster so herrlich eingängig ist und es sich auch ganz prima vor dem Fernseher häkeln lässt.

Ich wünsche euch eine tolle Woche!

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Diego hat schon mal die Winterschühchen angezogen. 😍
(Natürlich hat er rund ums Jahr solch fellige Tatzen, aber ich finde, sie passen besser zu den kühleren Jahreszeiten als zum Sommer.)

Donnerstag, 28. September 2017

Herbstzauber im Garten

Wenn es im herbstlichen Garten reichlich blüht, dann ist das natürlich eine Freude für unser Auge.
 
Für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten ist es lebensnotwendig. Mir ist es sehr wichtig, meinen Teil beizutragen und Pflanzen im Garten zu haben, die nicht nur schön aussehen, sondern auch Nektar- und Pollenlieferanten sind.
 
Bei den Hummeln ist es beispielsweise so, dass sich die jungen Königinnen (nur sie überwintern, der Rest des Volks stirbt) unbedingt den Magen vollschlagen müssen, bevor sie sich zur Überwinterung in den Boden eingraben. Dabei schaffen sie es, bis zu 200 mg Nektar zu speichern - im Frühling sind davon dann noch 20 mg übrig. Der Verzehr während des Winterschlafes ist gross, wenn im Herbst nicht genug Nahrung vorhanden ist, wird es für die Tiere knapp. Und mit jeder Hummelkönigin, die den Winter nicht überlebt, stirbt auch ein ganzes zukünftiges Volk.
Es ist also für die Tiere existenziell, im Herbst genügend Nahrung zu finden. Eine wichtige Trachtpflanze ist dabei die Fetthenne. Wer eine (oder noch besser mehrere) im Garten hat, kann jetzt reges Treiben darauf beobachten.
 
Ebenfalls sehr beliebt und immer gut besucht ist auch die Duftnessel.  Sie ist herrlich unkompliziert und blüht vom Sommer bis weit in den Herbst hinein. Mein Exemplar ist zwar mittlerweile etwas zerzaust und nicht mehr ganz so ansehnlich, aber sie blüht noch immer und die Insekten fliegen sie an, also lasse ich sie auf jeden Fall noch stehen.
 
Wo viele Bienen sind, bleiben auch Hornissen nicht lange fern - sie haben schnell entdeckt, dass sich im Bereich der Duftnessel und der Fetten Henne das Jagen lohnt. Hier hat eine Hornisse gerade eine Honigbiene erwischt, was schwierig zu fotografieren war und deshalb leider nicht so gut zu erkennen ist.
Besonders gerne fotografiere ich diese Aster und ihre Besucher. Die Insekten verweilen teilweise recht lange auf den Blüten und es ist schön, ihnen zuzuschauen. Ausserdem mag ich dieses kräftige Pink gerade jetzt im Herbst sehr gerne.
 
Und dann dieses wunderbare Blauviolett des Eisenhut! Lange habe ich gezögert, ihn in meinem Garten zu pflanzen, weil er hochgiftig ist. Letztes Jahr habe ich es dann aber doch getan, weil er einfach so schön ist - und ebenfalls ein wichtiger Nahrungslieferant insbesondere für Hummeln. Es gibt sogar eine Eisenhuthummel!
Die gefleckte Taubnessel hat auch ihr Plätzchen in meinem Garten. Sie ist von alleine eingewandert und macht sich jetzt ziemlich breit. An manchen Stellen entferne ich sie, anderswo lasse ich sie wachsen weil mir die Blüten und auch die Blätter gefallen. Aber ich glaube, ich halte besser ein wachsames Auge auf sie, weil sie doch sehr ausbreitungsfreudig zu sein scheint.

Und wie sieht es in euren Gärten so aus? Ist es euch auch wichtig, euer grünes Reich insektenfreundlich zu gestalten, oder worauf legt ihr besonderen Wert?
Wir wünschen euch jetzt einen gemütlichen Abend und sagen: "Bis bald!"

Liebe Grüsse,
Nadia